LIEBSTER AWARD

Ich habe keine Ahnung, wie ich die Liebster Award Bilder hier reinkriegen soll, ich hoffe sehr, es explodiert nichts, wenn ich den Artikel ohne diese poste…..

Der liebe v.sv3NZØN von YuckFou hat mich für den Liebster Award nominiert und zehn Fragen gestellt, die ich beantworten soll. Vielen Dank dafür, dass mache ich doch gerne! 🙂

Und hier sind die Fragen und meine Antworten darauf:

 

Was möchtest Du mit Deinem Blog gerne erreichen?

Sowas wie ein Endziel gibt es nicht. Ich habe es eingerichtet, nachdem mein Psychiater mir gesagt hat, dass ich mehr schreiben soll, vor allem Gedichte. Das habe ich halt gemacht und fand die Texte auf meinem Rechner in Ordner verstaubend dann irgendwie dämlich. Deshalb habe ich den Blog eingerichtet. Die Idee war, dass der ein oder andere das vielleicht liest und sich daran erfreut.

Zum anderen hoffte ich, dass es motivierender für mich sei, wenn ich nicht nur so vor mich hinschreibe.

Ich durfte feststellen, dass bloggen mehr ist als das, sondern auch ein Netzwerk bietet. Austausch und mehr. Das auch andere zum Thema Depression bloggen. Das ist sehr wohltuend und hilfreich. Ich hatte selber zunächst nicht den Plan, über die Depression selbst zu schreiben, oder was damit zusammenhängt. Wenn dann in Geschichten oder Gedichte verpackt. Jetzt habe ich da doch ein paar Sachen zu niedergeschrieben.

Was möchte ich also erreichen? Hm, schwer zu sagen. Zum einen soll das schreiben, wie ursprünglich vorgesehen, als Teil meiner Therapie dienen. Ich will mich ausprobieren, was das schreiben selbst angeht, meine Art zu schreiben und verschiedene Stile. Ich will mein Inneres rauslassen und sehen, was daraus entsteht, wenn ich es als Worte forme. Ein bisschen besser schreiben lernen wäre auch schön.

Außerdem möchte ich andere unterhalten. Das habe ich immer gerne gemacht, auf die verschiedensten Arten.

Ich möchte offen mit meiner depressiven Erkrankung umgehen und andere ermutigen, dies auch zu tun. Ich möchte Mut machen, gleichzeitig aber auch zeigen, wie diese Krankheit sein kann, wie sie sich auswirkt.

Denkst Du, es gelingt?

Ich habe keine Ahnung, mit fehlt das Gefühl für sowas. Die Selbstzerfleischungsmaschine macht da meist den lautesten Lärm. Ich habe viel Freude am bloggen gewonnen, das ist also krankheitsbezogen sicher ein Erfolg. Ich konnte einige Erkenntnisse über mich gewinnen. Ich werde mir klarer, wie ich ticke. Ich habe zum ersten mal ein paar Texte geschrieben, die mir selbst nicht nur gefallen, sondern mir etwas geben. Ich lese sie selber gerne, das gab es noch nicht bisher.

Welches ist Deine Lieblingsmusik/-band und gibt es einen Grund dafür?

Am liebsten und meisten höre ich Hardrock und Heavy Metal. Eine Lieblingsband habe ich nicht. Ich höre phasenweise bestimmte Bands besonders viel, von dieser habe ich dann auch über einen langen Zeitraum die ein oder andere CD im Auto, die dann in Endlosschleife runterdudelt.

Wenn sich eine Band als konstanter Begleiter für mich herauskristallisiert hat, dann ist das wohl Disneyland After Dark aus Dänemark. Die kann ich eigentlich immer hören und aus den verschiedenen Epochen der Bandhistorie gibt es recht abwechslungsreiche Varianten ihres Stils. Ein paar mal live gesehen habe ich die auch schon. Die Live-Auftritte machen wirklich Spaß. 🙂

Spielst Du ein Instrument?

Ich habe in der Grundschule das Glockenspiel erlernt. Dann hatte ich 2 Jahre Unterricht im klassischem Gitarrenspiel. Den Lehrer hab ich dann aber weggeworfen, mir stattdessen eine E-Gitarre gekauft und darauf sehr schlecht lauten Garagenrock und Heavy Metal angeschlagen. Seit Dezember spiele ich Alt – Blockflöte, weil das beruhigende Wirkung hat (und Spaß macht). Das Glockenspiel habe ich mir auch wieder geholt, das hatten meine Eltern noch.

Wie hieß Dein Lieblings-Kuscheldingsbumms im Kinderzimmer und wie sah es aus?

Das waren zwei, Teddy und Wuff. Teddy lebt noch immer bei mir, Wuff wurde frecherweise von meinem realen Wuff zerfetzt. Wuff war ein sehr kleiner, dunkelhellbrauner Stoffhund, sehr weich und mit Schlappohren. Sehr weich und beweglich, man konnte alle Gliedmaßen um 360 Grad in jede Richtung drehen. Teddy ist ebenfalls helldunkelbraun, mit großen dunklen Knopfaugen und heller Brust. In den Anfangsjahren hat er noch laut gebrummt, wenn ich auf die Brust gedrückt habe. Leider hat der Mechanismus irgendwann den Geist aufgegeben. Er hat eher kleine und ebenmäßig runde Ohren, die nach oben stehen. Die Arme und Beine haben Gelenke und können nur sehr beschränkt auf einer Ebene hin und her bewegt werden.

Welches war das schönste Erlebnis in diesem Leben für Dich?

Ich bin in einem depressiven Tief, da lautet die Antwort immer „keines“. Wenn ich demnächst durch den Therapeuten wieder dazu genötigt werde, mir trotzdem etwas aus dem Kreuz zu leiern, werden mir ein paar Sachen einfallen, die ganz schön waren. Meine Hochzeit vermutlich und meine Patenkinder im Arm zu halten.

Worauf denkst Du, kannst Du stolz sein?

Da fällt mir nichts ein. Vielleicht darauf, in der Jugendhilfe einen passablen Job gemacht und recht lange durchgehalten zu haben.

Was tust Du, wenn eine fette Spinne über Deinen Fernseher krabbelt, während Du gerade entspannt auf dem Sofa liegst und gemütlich “Herr der Ringe” guckst?

Nichts kann mich davon abhalten, Herr der Ringe zu gucken. Nichts! Mit 17 habe ich das Buch als meine Bibel bezeichnet. Ich habe 120 Öcken an die Videothek gelöhnt, weil ich ich mich Tag für Tag nicht entschließen konnte, den Herr der Ringe Zeichentrickfilm wieder zurück zu bringen. Ich habe geschmollt und angeprangert, dass es keine Fortsetzung gibt und keine Realverfilmung. Als ich hörte, das es als Trilogie in die Kinos kommen wird, brach ich in Tränen aus.

Was Spinnen angeht. Die mag ich und nehme sie gerne in die Hand, um sie genauer zu beobachten. Das sind sehr interessante Tiere.

Wohin würdest Du als Erstes reisen, wenn Du die nötige Kohle und Zeit hättest?

Ich würde sofort auf Weltreise gehen. Zuerst mit transibirischer Eisenbahn oder Orientexpress losfahren. Dann einen Jeep kaufen, damit quer durch Asien bis Hong Kong fahren, nach Australien übersetzen, dort eine Weile hin und her reisen, dann nach Neuseeland schiffen, das Land ausführlich bereisen, um dann nach Nordamerika überzusetzen. Nach sehr langer Zeit in Kanada, den U.S.A. und Mexiko müsste ich dann mal schauen, wo es als nächstes hingeht. Wahrscheinlich einfach weiter auf Südamerikatour, wo ich ja ohnehin schon da in der Ecke bin.

Ein Obdachloser spricht Dich freundlich an, ob Du ihm bitte mit etwas Kleingeld weiterhelfen kannst. Du hast lediglich einen Zehner einstecken. Was sagst Du zu ihm?

Puh, das ist nicht mit einem Satz beantwortbar. Das hängt von Tagesform, Laune und sonstigen Faktoren ab. Reaktionen, die es bisher in vergleichbaren Situationen bei mir gab:

– Ich gebe ihm die 10 Euro.

– Ich reagiere eher unfreundlich und kurz angebunden.

– Ich gehe in den nächsten Laden, kaufe irgendwas und gebe ihm dann das gewünscht Kleingeld.

– Ich sage ihm, dass ich auch nichts über habe.

– Ich antworte, „Nein danke, behalten sie ihr Geld, sie haben doch auch nichts!“

– Ich setze mich ein paar Stunden dazu und helfe ihm betteln. Ich übernehme die Public Relations Arbeiten zu den Passanten und preise die von ihm gemalten Postkarten an. Biete persönliche Autogramme an, für jeden der mindestens eine große Münze gibt. Ich frage ihn über sein Leben aus und bitte ihn sich bei mir zu melden. Wenn er weiterzieht, möchte ich mitgehen, weil ich wissen will, wie das Leben als Obdachloser ist. Danach kriege ich Mordsärger mit meinen Eltern, weil ich ihm unsere Adresse und Telefonnummer gegeben habe. Obendrein versuchen sie mir zu verbieten, mit dem Mann mit zu gehen. Das wollen wir doch mal sehen! Und der meldet sich dann noch nicht mal. Leute gibt’s.

Das wars schon. Ich hoffe, es ist für jemanden lesenwert 🙂

Jetzt nominiere ich noch einige Personen, deren Antworten auf meine danach folgenden Fragen mich interessieren:

Sammy von Gedankenkapitel

Elestell von Geschichten vom Tuschenputtel

Ariana von Sternenseele

elefantenblau vom Monsterherzblog

Jette von offenschreiben

Und dann noch meine zehn Fragen:

  1. Wie bist Du zum bloggen gekommen, warum bloggst Du?
  2. Was macht Dir daran am meisten Spaß?
  3. Was ist Dein größtes Hobby/Interesse ausserhalb des bloggens und des Themas über das Du bloggst?
  4. Was ist Deine Lieblingsfarbe und was verbindest du mit dieser?
  5. Was ist Deine Lieblingsgeschichte und warum?
  6. Was ißt Du gerne und was nicht so?
  7. Worauf freust Du Dich in naher Zukunft?
  8. Wovor hast Du Angst?
  9. Was bedeutet Dir Freundschaft, wie definierst Du diese, erwartest Du von ihr?
  10. Gibt es ein Leben vor dem Leben, z.B. durch Wiedergeburt?

 

Sooo, ich glaube, das ist alles. Ich drücke jetzt mal auf publizieren und hoffe, dass der Blog wirklich nicht in die Luft gesprengt wird (siehe oben). Wenn nicht, freue ich mich über eure Reaktionen 🙂

Wish you all the best:

Jo

 

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21 Kommentare zu „LIEBSTER AWARD

Gib deinen ab

  1. Hej…
    Weisst, was krass ist? Ich eben gleich mal zu DuSchlauch und hören, was das ist. Disneyland after Dark. Kannte ich nicht, dachte ich. Höre rein in zwei, drei Titel und denke mir, Mensch, diese Stimme kennst Du doch. Weiter zur Discographie bei Wikipedia und…tatsächlich. Das 95er Album Helpyourselfish lief seinerzeit rauf und runter bei mir und ich wusste bis heute nicht, dass die Disneyland after Dark heißen. Oder geheißen haben. Meine CD damals hieß nämlich noch/schon DAD.
    Das find‘ isch ma escht witzisch jetz…
    Danke, dass Du mich erinnert hast. Die hatte ich schon voll vergessen…
    …feiner Hardrock, wirklich.

    Übrigens, wenn Du genauso schlecht, dafür aber ausdauernd Gitarre spielst wie ich, dann wären wir glatt schon 2 Members für die Dachschaden-Band. Uah.
    Kuck‘ mal, neulich:
    https://yuckfou.wordpress.com/2017/03/11/diary-nxiv/

    Zu der Frage, was Du mit Deinem Blog erreichen willst, hast Du eine Antwort gegeben, die mir sehr sympathisch erscheint und in weiten Teilen meine eigene sein könnte. Aber das nur nebenbei noch… 😉

    Schönen Tag, wenn’s geht und es grüßt,
    v.sv3NZØN

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    1. Hey v.sv3NZØN! 😀

      Cool, so läufts manchmal, und man stolpert über so Zufälle. *g* Die heißen schon immer Disneyland after Dark, aber seit Disny sie bereits in den 80ern verklagt hat, dürfen sie immer nur D:A:D schreiben. (Oder was auch immer, aber nicht den Disneynamen führen)^^ Da ist irgndwie über die Jahre so ein Spielchen draus geworden. Ich empfehle Dir einfach mal die Alben „Riskin it all“, „Monster Philosophy“ und „No fuel left for the pilgrims“, das sind jedenfalls meine Favoriten. ;-D
      Mit Egitarre und abrocken hab ichs nicht mehr so, auch wenn das mit deiner Dachschaden-Band lustig klingt *fgg*
      Von wegen dem, was ich mit dem Blog erreichen will. Danke Dir, in dem Fall sind mir Deine Antworten ebenfalls sympathisch, jedenfalls sympathischer als meine eigenen… *paradoxier* XD
      Ich wünsche Dir auch einen schönen Tag 🙂
      Jo

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      1. Yeah, die werd‘ ich mir bei Gelegenheit reinziehen. Helpyourselfish läuft immerhin schon seit meinem vorigen Kommentar hier. Dank Dir… 😉

        Schade, dass das mit Deiner Memberschaft in der Band nix wird. Jammer‘ aber hinterher bitte nicht, wenn wir dann alle die oberkrassen Rockstars sind und uns mal alle fett am Axxxh lxxxxn lassen, wie angekündigt, ja?
        Hihi…

        Hau ‚rein, und noch’n Gruß, anstandshalber,
        v.sv3NZØN

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      2. „Riskin‘ it all“ ist sehr in Ordnung, habe ich gerade durch, nebenbei. Auf Dauer wär’s mir zwar zu hardrockig, also etwas zu weich, wenn Du weisst, was ich mein‘?
        Ich selbst hab’s gern ’n bisschen metaliger oder psychedelischer, was DAD allerdings keinen Abbruch tut.
        Die haben’s drauf. Und zwischendrin wirklich guten Hardrock zu hören, hat schließlich noch keinem geschadet, hehe.

        Danke nochmal für die grandiose Erinnerungsaktion… 😉

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      3. Hey, kein Ding, gerne! Ich mag auch Abwechslung … Mal härter, rockiger, straighter, grooviger, oder halt auhc ganz was anderes. Übrigens mag ich auch die Hardwired, Du nicht so, oder? Ich war ganz froh, mal wieder was gut hörbares von Metallica unter die Finger zu bekommen.

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      4. Mal wieder was gut Hörbares von Metallica? Uah…ich hoffe, Du beziehst Dich auf die Geschichte mit Lou Reed, denn das war nämlich wirklich beinahe unhörbar, hehe.

        Auf Deine Frage, ich war mal der weltallergrößte Metallica-Fan vom Dach und finde alles von Hetfield schlicht…geil. „Hardwired…“ weißt einige großartige Stücke auf, so wie immer, aber es gibt eben auch drei bis vier Titel, die ich einfach nicht kapier‘.

        \m/

        P.S.: Musikempfinden ist selbstredend immer subjektiv und erlaubt keine Bewertung des jeweilig anderen Geschmacks. So ist das wahrscheinlich auch bei Hetfield und mir. Wirklich richtig „böse“ bin ich ihm nicht… 😉

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  2. Du hast einem Obdachlosem mal beim betteln geholfen? Starke Sache. Ich denke auch manchmal, so etwas ähnliches zu machen und dann traue ich mich doch nicht… Und: Das mit dem Instrument spielen klingt gut. Wenn ich nicht schon x andere Hobbys hätte, würde ich gern Klavierspielen. 🙂

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    1. Naja, mir war halt so zumute und ich kannte ja viele Menschen in meiner Heimatstadt, die durch die Innenstadt flanierten. Die haben zwar doof aus der Wäsche geguckt, aber ein paar haben was gegeben, nachdem ich sie angesprochen habe. Persönliche Beziehung hilft halt auch weiter. 🙂
      Ja, mir macht das Spaß, ich kann musizieren nur weiter empfehlen. Als Hobby sehe ich das nicht, insofern wären mir die Ausgaben für ein Klavier zu hoch. Aber eine solide Blockflöte von Yamaha bekommt man im Fachhandel ab 9 EUR. 🙂
      Um jeden Tag ein paar Minuten flötend abzuschalten ist das eine gute Investition. 🙂

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  3. Hallo 🙂

    nun noch offiziell, vielen Dank für deine Nominierung 🙂
    ich habe den Beitrag soeben freigegeben und habe all deine Fragen beantwortet

    Liebe Grüße

    P.S.: ach hier kam die laute Explosion her 😉 wusst ichs doch 😛

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