Die Legende von Liden Kirsten und Prins Buris

Einst liebte die kleine Kirsten, Schwester des Dänenkönigs Waldemar, dessen Schwager Buris. Heimlich wurden die beiden gegen den Willen des Königs ein Paar. Die Königin Sophie unterstützte die Verliebten. Während einer längeren Abwesenheit Waldemars in England gebar Kirsten ihrem Angebeteten eine Tochter. Doch der König war außer sich vor Wut, als er bei seiner Heimkehr davon erfuhr.

Waldemar packte seine Schwester und tanzte sie als Strafe zu Tode. Buris ließ er blenden und an einen Turm am Friedhof anketten. Die Kette war gerade lang genug, dass er bis an das Grab seiner geliebten Kirsten reichen konnte. Zwölf Jahre litt der Prins, bis er starb und zu guter Letzt neben ihr begraben wurde.

Die von Hass erfüllte Königin Sophie jedoch ritt voller Zorn mit ihrem Pferd über das Grab hinweg. Ihr Herz war hart geworden, so hart, dass die Hufabdrücke des Pferdes im Grabstein zurückblieben.

 

Das Foto zeigt das Grab von Kirsten und Buris zu Füßen der romanischen Vestervig Kirke auf der Insel Thy im nördlichen Dänemark.

Auf der Legende von Prins Buris und Liden Kirsten gründet sich der lokale dänische Hochzeitsbrauch, dass die Braut nach der Trauung ihren Brautstraß auf das Grab legt, um ihn der Toten zukommen zu lassen.

Foto: (c) Jo Wolf, Dänemark, Vestervig, 2003

 

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