Es geschah am helllichten Tag

Wie ich ja schon zuvor berichtete, plane ich diverse Outdooraktivitäten: Ab in die Wildnis.

Da ich die Vorbereitungen darauf genieße, habe ich mir auch einige Yotube Videos angesehen. Da gibt es eine Menge von. Die meisten drehen sich darum, welches das beste Outdoormesser ist, macht es den Eindruck. 😀

Aber es gibt Infos zu jeder Art von Ausrüstung, für Trekking, Campen, Outdoor, Bushcraft, Survival und – Prepping. Da scheint es darum zu gehen, sich auf jede erdenkliche Form von möglicherweise einsetzenden Katastrophe vorzubereiten. Hm, lass ich mal erst so stehen.

Dabei bin ich über eine ganz besondere Besonderheit gestolpert. Ein Video, dass sich damit beschäftigt, welche Dinge als „Währung“ dienen können, wenn der Katastrophenfall „x“ eingetreten ist und der gut vorbereitete Prepper mit seinem ultimativen Survivalrucksack durch die übrig gebliebene Endzeitszenerie marschiert, die unsere Welt dann wohl sein wird. Macht Sinn, Geld wird dann vermutlich nicht mehr an Position Eins der Werteliste stehen. Und Tauschhandel geht immer.

Klar, möglichst klein und leicht und in diesem Wastelandszenario für möglichst viele Menschen nützlich muss es sein. Dann kann man es gegen Essen tauschen. Das ist wichtig, denn Nahrung wird eine knappe Ware sein. Gegen andere benötigte Dinge kann man diese neuen Wertgegenstände natürlich auch tauschen.

Soweit so gut. Jetzt kommt es. Der große, stämmige Youtuber steht im Wald und erklärt mir eine der ganz wichtigen neuen Währungen. Er hat einen Mantel an, und Gummistiefel. Zwei Ziplockbeutel hält er hoch. Einen mit Luftballons und einen mit Lollis. Ja, die Spannung steigt, warum sollten ausgerechnet diese Dinge so wichtig werden, dass man sie im Ernstfall „x“ unbedingt dabei haben muss…?

Ich verrate es euch. So wie er zuvor mir. Im Grund eine klare Sache… In der neuen, zerstörten Welt, wird Misstrauen herrschen. Niemand weiß, wer freundlich gesonnen ist und wer nicht. Wem kann man vertrauen? Stelle dir vor, du näherst Dich ausgehungert, aus dem Wald kommend, einem einsam stehenden Haus. Draußen spielen Kinder. Vorsichtig näherst du dich weiter, in Deinem Mantel und mit Gummistiefeln an. Den Kindern bläst du einen Luftballon auf und schenkst ihnen dazu einen Lolli! Dann, so erfahre ich, werden die Anwohner, dich sehen und wissen, dass du freundlich gesonnen bist. Vielleicht setzen sie dir dann auch eine warme Mahlzeit vor. Schließlich stehst du da ja am Waldrand und hältst den Kleinen einen Lolli hin.

Tja. Was soll ich sagen. Ich habe geschluckt. Gelacht habe ich auch. Tränen sogar. Und ich habe mir vorgestellt, wie dieser gut auf jede erdenkliche Katastrophensituation vorbereitete Mensch, der große Teile seines Lebens damit verbracht hat, nicht anderes zu planen, als sein Überleben… wie er da steht und dann kommt der Vater der Kinder mit der Schrotflinte aus dem Haus gestürmt und schießt ihn über den Haufen. Alles umsonst. Wegen einem einzigen Denkfehler.

Ich möchte diesem armen Teufel hiermit den Gert-Fröbe-Gedächtnis-Preis verleihen. Sollte der Ernstfall X jemals eintreten, dann hat er ihn verdient. Ruhe in Frieden.

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13 Kommentare zu „Es geschah am helllichten Tag

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    1. Vielen Dank, das freut mich, ich habe auch sehr gelacht. .-)

      Was die Bärengefahr angeht: Ich habe mich da jetzt nicht so tief in das Thema vorgearbeitet, aber sowas wie Messer, Beil, Gewehr, Tier-Abwehr-Spray und Fallen bauen fällt wohl unter anderem in die Kategorie „Bärenabwehr“. Allerdings ist der Bär in Deutschland ausgestorben und gehört wohl nicht zu den vorrangigen Sorgen eines Preppers hier. Keine Ahnung, wie das Thema in anderen Ländern angegangen wird. 🙂
      Lieben Gruß,
      Jo

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