Kartage (FSK18, Triggerwarnung: Sex und Gewalt)

Ich erfülle Dir Deinen Wunsch und Du ja auch meinen. Ich mache ohnehin für Dich, was Du verlangst, Herr. Solange Du nur bei mir bist. Kniend, nackt und mit gespreizten Armen an den Querbalken gebunden. Ich lechze danach. Nach den drei Männern, die den Raum betreten. Geld wechselt den Besitzer, ich schaue irritiert. Sie nehmen mich, von allen Seiten, tief in die Kehle. Wenn ich mit dem Mund entgegendränge, stößt mein Hinterkopf dabei nicht an das harte Holz des Balkens. Oft passiert das aber dennoch, während ich gurgelnd und würgend immer wieder spucke.

Sie sind grob zu mir, schlagen mich und sagen gemeine Dinge. Ich komme immer wieder, trotzdem und deswegen. Lachend lassen sie mich am Kreuz hängend zurück. Sperma tropft lange Fäden ziehend von meinem Kinn. Die Verabschiedung verläuft schnell und ohne viele Worte, die Tür öffnet sich und sie verlassen vergnügt die Wohnung. Deine warme tiefe Stimme erhebt sich über die anderen: „Die nächsten können reinkommen!“

Erschrocken zapple ich, versuche loszukommen, protestiere. Es nutzt nichts. Kein Entkommen. Keine Gnade. Sie machen sich lustig und über mich her. Ohrfeigen mich, ficken mich, rammen ihre stinkenden Schwänze tief in meinen Kehle, bis ich kotze. Sie halten mit einer Kamera voll auf mein Gesicht. Nichts bleibt verborgen. Sie schlagen mich mit Peitschen und binden mir die Brüste mit Stacheldraht ab. Ich bitte um etwas zu trinken und sie pissen mir feixend in das Gesicht. Das deinige habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Als ich das Bewusstsein verliere, wecken sie mich mit Tritten, Schlägen und Gejohle. Die Kamera schließen sie an das Fernsehgerät an, damit ich auch alles gut sehen kann. Ich sehe irgendeine nackte Frau am Kreuz. Sie ist vollgeschmiert mit Sperma, Blut, Pisse und Rotze. „Maulhure“ steht auf ihrer Stirn geschrieben. Es geht immer weiter und immer mehr Männer kommen. Erbarmen oder Mitleid zeigt keiner.

Die Aufnahmen übertragen sie ins Internet. Dort wäre ich in bester Gesellschaft bei den anderen unzähligen Maulhuren. Ob ich mir eingebildet hätte, ihr Königin zu sein, fragen sie mich lachend und schlagen mir ins Gesicht. Jetzt würde ich lernen, wo mein Platz ist. Ich erdulde nur noch leidend, mal still, mal schreiend und hoffe, dass es irgendwann vorbei ist. Sie erlauben mir nie lange in die Besinnungslosigkeit zu flüchten. Ich kann nicht erahnen, ob überhaupt noch Freitag ist. Es dauert schon so lange. Warum tust Du mir das an, mein Herr? Warum hast Du mich verlassen, verraten und verkauft?

© Jo Wolf

 

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