Ab in die Wildnis – Die erste Wanderfahrt in die Eifel

Letztes Wochenende war ich unterwegs. Nur eine Übernachtung, aber immerhin. In den Nationalpark Eifel hat es mich geführt. Aber seht selbst:

 

Ich habe einiges erlebt und der Kurztrip sich sehr gelohnt. Die erste Nacht alleine im Wald war spannend. Allerdings ist diese Zeltlagerstelle nciht wirklich weit weg von der Zivilisation. Das hatte ich anders erwartet. Durch die Dunkelheit drangen Stimmen und Musik zu mir, wenige hundert Meter Luftlinie war eine Häusersiedlung und es wurde gefeiert. Aus der Ferne hörte ich bis in die Nacht leise das Rauschen der Autos einer Bundesstraße. Hundegebell mischt sich dazwischen. Alles kein Drama und nicht besonders laut, aber Wildnis sieht halt anders aus, finde ich.

Auf der anderen Seite hörte ich auch das krächzen der Rabenvögel. Nachts das huhuhu der Waldkäuzchen. Rascheln im Wald gab es. undefinierte Tierlaute. Das Rauschen des Windes. Und später in der nacht das prasseln des Regens auf mein Zelt. Das hat mich alles runtergeholt und mir viel gegeben.

Im freien kochen und essen liebe ich ohnehin sehr. Auf dem Gaskocher wurden grobe Bratwürste goldgebräunt. Der Duft ist wunderbar, genau wie der von begratenem Speck am Morgen. Es gab Eier, Paprika, Birne, Apfel, Brötchen, Tomate-Mozarella und Kaffee, Wasser, Cola und Isotonische Durstlöscher ( Über 5 Liter Flüssigkeit haben mein Hund Krümel und ich uns einverleibt).

Achso, Krümel und ich haben uns bestens mtieinander als Team arrangiert. Sie hat schön Wache gehalten (anfangs war sie dabei noch ein wenig unentspannt, aber im Laufer der Nacht legte sich das). Ausnahmsweise wurde mein Essen auch geteilt und sie bekam nicht nur ihr Hundefutter. Die Freude war gewaltig, Krümel ist ein großer Schlemmer! 😀 Und: Ich habe sie zum Ballspielen animieren können. Das war bisher nur äußerst verhalten ihr Ding. Sie bringt ihn mir jetzt sogar halbwegs wieder (lässiges „mir vor die Füße schmeißen“ des Spielobjekts^^) So ausgelassen hat sie noch nie mitgespielt.

Meine Anspannung fiel im Laufe der Nacht langsam ab. Ich habe sie von zuhause mitgebracht und konnte sie ablegen und dort zurücklassen. Zumindest für den Moment. Das wandern am Sonntag war wirklich schön, ich habe kleine Schritte gemacht, viel Pausen, fotografiert, geatmet, den Blick in die Ferne schweifen lassen und dem sehr vielfältigen Vogelgezwitscher gelauscht.

Auf meiner Fahrt durch die Eifeldörfer durfte ich dann auch noch einen Blick auf die Wohnorte meiner Vorfahren werfen. Das hat mir viel gegeben und war aufregend. Möglicherweise habe ich auch das Gebrutshaus meiner Opas gefunden. Aber die Anwohner konnten mir keine Auskünfte geben. Mir wurde aber gesagt, wer das vielleicht könnte. Eine alte Dame, die schon ihr Leben lang in der Siedlung lebt. Leider war sie nicht zuhause, als ich bei ihr geklingelt habe. Vielleicht beim nächsten mal. Ich komme bald wieder 🙂

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16 Kommentare zu „Ab in die Wildnis – Die erste Wanderfahrt in die Eifel

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    1. Ich kann es empfehlen, trotz der angesprochenen Einschränkung (Zivilisationsnähe: Trekker, Autogeräusche, Wohnsiedlung) Es gibt 4 dieser Lagerstellen, alle als Holzplattformen und durch Wanderwege miteinander verbunden. Onlinebuchung ist sehr einfach und unkompliziert. Ich hatte Glück, für diese Nacht kurzfristig noch etwas buchen zu können. Die wenigen Zeltstellfächen scheinen beliebt und meist früh gebucht zu sein. Auch Dir liebe Grüße! Jo 🙂

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    1. Ach doch, das haben wir ja schon arrangiert, dass der gelbe Goblinwarg zur Raison gerufen wird, selber mit was anderem spielt oder nicht dabei ist. Bisher war es halt nicht so Krümels Ding und sie kannte das in ihrem Vorleben offensichtlich nicht. So ballverrückt wie der gelbe Warg wird sie wohl auch nicht werden. Aber das sie Freude dran hat, ist ein (weiterer) toller Entwicklungsschritt. 🙂

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  1. Das klingt doch nach einem tollen Anfang!
    Ich habe die Saison nch nicht richtig anfangen können, aber Ende Mai winkt wenigstens eine lange zweitägige Radtour zum Kirchentag. Vielleicht schaffe ich danach mal ein Wochenende frei zu bekommen fürs boofen.

    Liebe Grüße und weiter viel Spaß auf Fahrt!
    Jakob

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    1. Immerhin, Ende Mai ist doch auch noch früh in der Sommerjahreshälfte ;-D
      Ja, war wirklich schön, nachdem ich es schon zweimal verschieben musste und ursprünglich sollten es 2 Nächte sein. Aber auch okay so.
      Radtouren sind auch was feines 🙂
      Alles Gute Dir, Jo 🙂

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    1. Nein, Du kannst Sie zur Hälfte für 10€ buchen (1 Zelt) oder die ganze Plattform für 20€, dann bist Du da alleine. Mietest Du die halbe, kann es sein, das jemand die andere Hälfte für die Nacht bucht und Du sie Dir teilst. Benutzen darf mensch die nur mit gültiger Buchungsbestätigung. Also keine Massen von Leuten, die sich auf Isomatten dazulegen. Jede der vier Plattformen hat einen „Paten“, der sich kümmert und auch dort nach dem rechten sieht. Mir ist diesmal allerdings keiner begegnet.
      Ich bin im ganzen wenigen Menschen begegnet. 2 Reiterinnen kamen mir auf ihren Pferden entgegen, beim wandern. 2 Spaziergängerinnen mit Hunden. Das war es schon. Ist natürlich noch nicht Hochsaison. (Ausgebucht sind die Plattformen allerdings auch jetzt meist schon)

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      1. Nicht, es soll ja möglichst nah am „Wild Campen“ sein. Allerdings steht an jeder Plattform ein „Kompostklo“. Also ein klassischer Abort aus Holz. Darin findet man statt einer Spülung einen Sack Rindenmulch mit einer kleiner Schüppe. 😉

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