Wolfsgeheul

Nächste Woche geht es mit der Therapie los. Freue mich darauf, trotz Anspannung und ein wenig Ängstlichkeit. Es soll ans Eingemachte gehen. Das ist gut so. Und notwendig. Trotzdem bleiben die Fragen, wird das hinhauen mit der Therapeutin? Wird es mich weiterbringen?  Bisher habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Das Blog habe ich ja auch ein wenig als Therapie-Ersatz erstellt. Gebe ich den jetzt auf? Werde ich weniger Zeit investieren? Wohl nicht. Macht großen Spaß und gibt mir viel. Das Schreiben werde ich nicht sein lassen. Ich frage mich im Gegenteil, wieso ich nicht schon früher mehr geschrieben habe.

Die Fotografie lasse ich ohnehin nicht sein. Die habe ich schon in den Jahren zuvor gerne und phasenweise sehr viel betrieben. Das Blog hat aber neuen Anschub gegeben und motiviert.

Eine Richtung, in die das hier alles mehr gestalten möchte, habe ich weiterhin nicht. Es bleibt also bei einem Kessel buntes und schwarzes, mit dem ich euch bombadiere. Irgendwo in einem Tipp für die Betreiber von Blogs habe ich gelesen, mensch solle sich für ein Thema, am besten eine Nische entscheiden, keiner kann alles [schreiben]. So bekäme man auch mehr Follower. Naja, ich will ja auch nichts können, sondern was machen. Und mehr Follower? Ich weiß ja nichtmal genau, warum ihr mir folgt, ihr Stalker, ihr. 😀

Allerdings habe ich Lust, wieder mehr kurze Geschichten und Gedichte zu verfassen. Bisher gefällt mir es mir sehr gut, das mit Fotos zu kombinieren. Es stellt sich allerdings raus, dass es häufig nicht so einfach ist, passende Fotos zu finden, bzw. zu machen. Wenn, dann sollen Text und Bild ja auch eine Einheit bilden. Schade, dass ich so furchtbar zeichne, illustrierte Geschichten und Gedichte wären was wunderbares. Vielleicht finde ich ja mal einen Illustrator, der Lust auf eine Zusammenarbeit hat. Teamwork wäre ja auch mal wieder fein. Also, falls jemand mag, bitte melden! 🙂

Zurück zur Therapiethematik. Ob ich der Therapeutin mein Geschreibsel zeigen sollte? Also zumindest teilweise? Immerhin wurde mir das ganze ja in der Klinik aufgetragen. Oder zumindest nahegelegt. Mal sehen, vielleicht nach und nach ein paar Sachen, falls sich herausstellt, dass die Wellenlänge und die Vertrauensbasis stimmen.

Da fällt mir ein, ich wollte noch den ein oder anderen Erfahrungsbericht speziell dafür schreiben. Ich bin es leid, jedesmal das selbe Zeug wieder herunter zu beten. In vielen Arztgesprächen hatte ich ohnehin den Eindruck, dass ich auch alles gleich selber hätte verschriftlichen können. Wäre vielleicht sogar mehr und treffenderes bei rausgekommen. Meist wurde bloß, die vermeintliche Essenz aus dem von mir gegebenen niedergeschrieben.

Der andere Grund ist sicher meine Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit. Nach Arzt- und Therapiegesprächen sitze ich oft da und frage mich, warum ich dieses oder jenes nicht gesagt habe, warum das Gespräch in eine Richtung gelaufen ist, die überhaupt nicht beabsichtigt war. Wichtiges ist da schon oft untergegangen. Oder der thematische Schwerpunkt aus der Balance geraten.

Ach was solls, ich schreibe einfach weiter und schaue, was passiert.

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15 Kommentare zu „Wolfsgeheul

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  1. Guten Abend Herr jo wolf,
    „Ach was solls, ich schreibe einfach weiter und schaue, was passiert.“
    Eine gute Einstellung 😉 die kannst du bestimmt auch auf die ersten Therapeuten Termine anwenden, nur schreiben kommt da weniger gut 😁

    …mit blauen 🐘 Grüßen

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    1. Hey Ho Miss Tueftelchen,

      ja, ich denke, der Ansatz ist gut. Ob ich dann tatsächlich in der Therapiesitzung erstmal Stift und Notizzettel raushole und der Therapeutin Zettelchen schreibe, hm, mal sehen. Könnte schräg ankommen. Andererseits… dafür bin ich ja da ;-D

      gelbe_Grüße Dir 🙂

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  2. Hast recht, einfach weiterschreiben! Mir gefällt die Abwechslung auf deinem Blog auf jeden Fall sehr gut 🙂
    Illustrierte Geschichten hätte ich auch gern^^ Bin leider auch nicht so gut im Zeichnen, wie ich es mir wünschen würde … Ich drück dir die Daumen, dass du jemanden findest. Und für die Therapie drücke ich sie dir ebenfalls. Viel Erfolg!

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    1. Danke schön, Michaela, da schreibe ich umso lieber weiter 🙂
      „Jemanden finden“ … ja, eine Kooperation wäre schön. Allerdings suche ich ja nicht zielgerichtet, es kam mir heute so spontan in den Sinn. 🙂

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  3. Bloggen, ok, mache ich auch immer weiter. Es gibt bei mir ja verschiedene WordPress-Blogs, je nach Thematik. Einer ist da, da kommen z.B. meine Erkenntnisse rein. Therapie habe ich nie so richtig hinbekommen, weil mir einfach alles immer schnell gelingen muss und ich verabscheue Wartezeiten. Einmal habe ich in kürzester Zeit einen „Therapie-Platz“ erhalten, was mir schon zu Beginn fadenscheinig hätte vorkommen sollen, der „Therapeut“ pennte nämlich ein, wenn ich auf eine Frage antworten sollte. Ich war damals da wegen meiner Ängste und Zwängen. Ich konnte z.B. nicht mehr arbeiten, weil: Ich bin immer ein 100-Prozentiger. Chefs nutzen das oft aus indem sie mir Fehler unterjubeln und mich sozusagen als „Faule Sau“ titulieren. Ich bin dann gehalten auf die 100 Prozent immer mehr Schüppen drauf zu werfen. Das ging das letzte Mal soweit, dass ich 28 Kilo abgenommen habe und einfach vor Schwäche fast unter einen Gabelstapler geriet.

    Und was meinte mein schläfriger „Therapeut“ ? Finden Sie erstmal wieder Arbeit, dann kann ich sie therapieren. Tja, Huhn und Ei. Das war so ca. vor 10 Jahren.

    Jedoch, was in einen Blog kam, dass ich meine Jahre währende Zahnarztangst letztes Jahr erfolgreich selbst therapiert habe, sowas kam da rein, denn es war für mich, der ich letztes Mal und noch sehr angst besessen davor vor 11 Jahren beim Zahnarzt war, ein wesentlicher Quantensprung. Und nun sind alle Ängste mitmal fort und auch die Depri macht mir nicht mehr sooo zu schaffen. Bleiben nur noch die Zwänge, denen es aber nun auch an den Kragen geht und zwar auch in Selbsttherapie.

    Und warum ich so einen Roman schreibe: Ich hatte dann gedacht, dass ich in einem Zahnarzt-Angst-Forum aktiv sein müsste, damit ich Leuten, die noch Angst haben, helfen kann, aber dort bin ich immer weniger, seitdem mein Gebis immer besser wird. OK, die Hälfte der Zähne sind nun künstlich, aber das ist eine andere Geschichte, nur, man kann anderen Angst nicht nehmen, man kann nur darüber scheiben, wie man selbst damit umgeht. Alles andere müssen die Betroffenen selbst erfahren.

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  4. Achso, noch etwas dazu: „Nach Arzt- und Therapiegesprächen sitze ich oft da und frage mich, warum ich dieses oder jenes nicht gesagt habe, warum das Gespräch in eine Richtung gelaufen ist, die überhaupt nicht beabsichtigt war. Wichtiges ist da schon oft untergegangen. Oder der thematische Schwerpunkt aus der Balance geraten.“

    Geht mir ja auch so, aber das ist wieder so eine Zwangsgeschichte, das meint man so, es ist aber ganz anders, denn es ist so, dass man selbst vor diesen Gesprächen meint, dass man das sagen müsste, aber unsere Intuition, unser Bauchgefühl, unsere innere Stimme sucht sich dann, wenn’s soweit ist, das raus, was wir sagen sollen.

    Nur darauf sollen wir vertrauen, dass das so geschieht und uns keinen Kopp machen. Wirklich vergessen tun wir nämlich eigentlich nichts, wenn wir keinen Schaden organischer Natur am Gehirn haben 😉 Ist eine Trainingssache.

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  5. Das Problem, oder besser ist, wenn man nicht sagt: Problem, sondern man sagt: Die Aufgabenstellung ist, man macht sich einfach zu viele Gedanken, und man möchte das eben abundzu nicht: Auf meiner Seite http://home.wtnet.de/~bfauth/seiten/gedanken/gedanken_beobachten.html habe ich etwas dazu geschrieben. Seit Jahren beschäftige ich mich mit der Thematik „Gedankenstille“. Ich habe einige Ideen dazu aus dem Bereich „Zen“ entlehnt. Auf dem o.G. ist ein Buch zitiert, aus dem ich das u.a. habe, aber man muss nicht unbedingt immer Bücher kaufen, um einfach Techniken anzuwenden. Man kann auch ruhig trainieren, wenn da Konfusion ist (mein Thema dazu meistens dieses üble Kopfkino), dann kann man auch trainieren, dass man diese Konfusions-Wolke beobachtet, wie sie wolkengleich davon schwebt.

    Wie gesagt: Mein Training dauert auch schon Jaaahre, obwohl ich bei anderen Dingen immer von „der schnellen Truppe“ bin. Es gibt auch Dinge, die einfach nicht schnell funktionieren. Meine Zahnarztangst z.B. war so ein Dingen, wo ich erst nach Jahren bemerkt habe, dass es mir nur zu Routine geworden war zu meinen, ich hätte diese Angst. Und so habe ich mich mit der Praxis einfach einmal schnell einen Zahnarzttermin zu bekommen und hinzugehen, selbst getestet, ob ich dann auf dem Zahnarztstuhl wirklich ein dentalphobisch-panikgeschütteltes Menschlein sei. Und, ok, es war nicht sehr angenehm mich dort selbst hinzuzerren, aber es hat dann doch geklappt. Das letzte Weihnachtsessen war wirklich sehr angenehm hahahaha

    In meinem familiären Kreis gehe ich mit den Menschen heutzutage sehr sensibel um, bei mir selbst hilft jedoch oft zur die wemsende Holzhammer-Methodik 😉

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  6. Gerade wenn du öfter das Gefühl hast, dass das Gespräch am Thema vorbeigeht, können ein paar Notizen weiterhelfen. Mache ich bei meinen (sehr regelmäßigen Arztterminen) auch immer.
    Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Glück mit der Therapeutin! 🙂

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    1. Danke Dir! Ich werde das so machen, wahrscheinlich auch einfach mal direkt die Problematik selbst ansprechen, da liegt ja einiges auch einfach bei mir selbst.
      Dir scheint der Notizenweg dann ja hilfreich zu sein, ufert also vermutlich nicht in Abhandlungswahn aus? 🙂

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      1. Mehr ist wohl auch nicht sinnvoll, da muss ich auch mal hinkommen^^
        Nervös bin ich auch und will zuviel gleichzeitig. In der Psycvhologie wird mensch da natürlich schneller zu verleitet. Bei körperlichen Beschwerden bin ich da entspannt.^^

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