Wege gehen

Die erste probatorische Therapiesitzung liegt seit zwei Stunden hinter mir. Ich bin ziemlich froh. Das war ein guter Anfang, mit der Therapeutin scheint es hervorragend zu passen. Es war ein lockerer Einstieg, erstmal ein paar unvermeidliche Formalitäten abklären, gut 20 Minuten. Danach blieb noch eine halbe Stunde für ein erstes Kennenlernen.

Sie ließ mich erstmal erzählen, stellte moderat Zwischenfragen und gab die Gesprächsführung dennoch nicht aus der Hand. Ich hatte die Chance, für mich wesentliche und wichtige Dinge anzusprechen, was ich auch tat. Das war ziemlich befreiend und sie hat mir ziemlich leicht das krampfige Gefühl des Leistungsdrucks genommen. Ich werde keine schriftlichen Abhandlungen einreichen, wir sprechen, haben genug Zeit, zum Kennenlernen und Annähern an die verschiedenen Themen. Sie zeigte sich recht angetan von meiner Motiviertheit und strahlte diese selbst aus. Sie geht von einer Langzeittherapie aus und es macht den Eindruck, dass seitens des Kostenträgers keine Schwierigkeiten zu erwarten sind bei der Beantragung.

Der Ansatz wird vorwiegend verhaltenstherapeutisch sein. Mehr Informationen dazu, wie sie arbeitet, erhalte ich noch. Sie scheint offene Worte zu schätzen und diese auch auf eine gute Art selbst sprechen zu können. Sehr schön. Ich denke, das Vertrauen ist meinerseits schon da. 🙂

Ich bin sehr zuversichtlich, in dieser Therapie endlich mal weiter zu kommen und Wege erarbeiten zu können, die zu Besserung führen. Wie auch immer die genau aussehen. Das wird sich zeigen. Es gibt ja nie nur den einen Weg. 🙂

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17 Kommentare zu „Wege gehen

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  1. Meine Erfahrung mit Psychologen ist: Wirklich zum Kern der eigenen Probleme kommt man nur, wenn man a) schon einige einige Sitzungen hinter sich hat und der Therapeut einen relativ konkreten Gesamtüberblick besitzt und b) man gerade selber in einer Krise ist. Meinen Prüfungsstress und dessen Auswirkungen konnte ich vor einem halben Jahr noch nicht nachhaltig behandeln – weil er noch nicht so ausgeprägt da war…

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  2. das hört sich wirklich gut an- ist nicht selbtverständlich. weder dass das gegenüber passt, noch die Gesprächskultur, oder das Fragen-Antwort-Spiel. Oft gibts es nicht mal Reflexionen oder man kann sich nicht öffnen oder oder oder… scheint hier zu passen! Super! Drück dir sämtliche Daumen (Y) – glg Herta

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    1. Vielen lieben Dank, Herta! Besonders für das Daumen drückem. Trotz des guten Gefühls (das ich ja auch vorher schonmal am Anfang hatte) bleibt ja doch zunächst mal ein Rest Zweifel und Unsicherheit. Umso aufbauender ist es, so positiven Zuspruch zu lesen 🙂 Liege Grüße, Jo 🙂

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