lost in silence

nachtrag zum gestrigen Blogartikel Auge in Auge mit dem Biest

seit gestern nachmittag glühe von innen heraus. lizzie dachte, ich habe fieber, aber das ist es nicht. jedenfalls nicht das handelsübliche fieber das sich sonst bei grippe u.ä. einstellt.

ich hab gestern abend noch weitergefuttert, war aber sonst zu nichts mehr zu gebrauchen. schlafen ging erst heute früh für 2 stunden. die nacht habe ich so vor mich hinvegetiert. ich kann garnicht sagen, was ich tatsächlich gemacht habe, im grunde nichts, begleitet von youtubevideos, die in zufälliger reihenfolge einfach weiterliefen.

seit dem aufstehen fühle ich mich zermatscht. der hunger ist weg. wohl kein wunder nach dem nahrungs-massaker gestern. das ging noch bis nachts um drei immer wieder weiter.

das bedürfnis nach ruhe ist immens. akkustische ruhe. ab und zu mal ein lied hören. ansonsten ist das leise geräusch der heizung fast schon zuviel. wieso ist die überhaupt an, keine ahnung.

im kopf schwirrt es, allerdings eher langsam. etwas mehr, dann wäre mir schwindelig. eingepackt ist das alles dumpf wie in watte. ein wenig wie der kater nach einem saufgelage, ohne die übelkeit. arme und beine sind nicht schwer, sondern wie gummi.

geistig passiert nicht viel, meine gedankenwelt scheint wie lahmgelegt. nach außen täusche ich beliebige leichtigkeit vor. viel bedarf gibt es da aber nicht. bin vorrangig alleine. ich kann auch nichts aufarbeiten von gestern oder niederschreiben, da ist nur leere. fühle mich wie in der twilight zone… mit dem verlangen nach viel farbe.

was mache ich jetzt mit all dem? ich kann wohl erstmal nur den tag über die runde bringen.

 

7 Kommentare zu „lost in silence

Gib deinen ab

  1. Hm, was du da beschreibst, klingt zum Großteil nach einem sogenannten Fresskoma. Dein Körper verbraucht gerade sämtliche Energie, um die Nahrung zu verarbeiten. Daher auch deine Trägheit, verbunden mit Konzentrationsschwäche und dem Gefühl Gummi in den Gliedern zu haben. Das Blut fliesst dir quasi weg vom Kopf hin zum Bauch.
    Da diese digestive Massenverarbeitung ein ziemlicher Akt ist, ist dein Körper auch gleichzeitig sehr angespannt, weshalb du keine Ruhe findest.
    Außer Warten und viel Trinken, um den Stoffwechsel zu unterstützen, hilft dagegen nicht wirklich viel. Halte durch. Und ich schalte jetzt einmal den Klugscheißer aus …

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  2. Ich kenne dieses Gefühl von Leere und Unfähigkeit den Gedanken Worte zu geben, wenn mich eine Therapiesitzung sehr aufgewühlt hat. Dann schaltet etwas in mir auf Schutz, Vermeidung oder auch Flucht. Eigentlich ist da ganz viel und gleichzeitig ein großes nichts. Versuch dir etwas Gutes zu tun. Wenn du Ruhe brauchst, dann mach alles aus, was geht. Einfach sein, atmen und den Tag so gestalten, wie es dir hilft!
    Marja

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  3. Als ich gestern Deinen Auge in Auge Post las, dachte ich mir, was diese Sitzung wohl im Nachhinein noch mit Dir anstellen wird. Vor allem weil ich gestern selbst eine Sitzung bei meiner Therapeutin hatte und erkannte das es wohl keine weiteren Sitzungen bei ihr geben wird. Die Situation war ähnlich Deine, nur wechselte ich nicht die Sitzgelegenheiten. Auch kam mir das „aus Therapeutensicht zu sagende“ nicht über die Lippen, aber gedanklich war es äußerst präsent. Ich sagte etwas und verfiel danach ineinander stille, doch anstatt einen Kommentar meiner Therapeutin zu vernehmen, dachte ich mir, was sie wohl sagen würde und ohne das sie es tat, beantwortete ich quasi mein vorher gesagtes. Zum Ende der Stunde empfahl sie mir eine Analyse welche sie aber selbst nicht anbietet und obwohl sie tiefenpsychologisch fundiert arbeitet, erklärte sie mir, dass sie mir nicht weiter helfen könnte. Eine Psychoanalyse wäre intensiver und könnte helfen. Einen Moment dachte ich, ich kenne doch die Lösung, dann aber sah ich mich als hoffnungslosen Fall, der jetzt einfach nur sehen muss, wie er das ewig ertragen kann. Das Bedürfnis nach Ruhe, ist was ich nach einer gefühlt kurzen Nacht, heute mit Dir teile. LG

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  4. Habe jetzt das von gestern und das hier gelesen. Du bist ganz schön tapfer und ich hoffe du weißt das auch irgendwo tief in dir drin. Für mich schreit das förmlich nach einem Prozess, einem Wandel – und nichts löst sich, ohne, dass es bearbeitet wird. Manchmal geschieht das auf sehr schmerzvolle Art, wie ich selbst schon mehrfach festgestellt habe.
    Solche Therapiestunden arbeiten so mehr oder weniger von ganz allein in einem weiter und das macht sich bemerkbar, ob man nun will oder nicht.
    Aber du bist schon auf dem Weg, mittendrin und mit bereits bewältigter Strecke hinter dir!!!

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  5. Ruhe ist ein guter Ratgeber und Struktur im Tagesablauf. Was wäre, wenn Du nur Obst und Gemüse im Hause hättest. Würdest Du dann nachts zur Tankstelle losziehen, um etwas anderes Eßbares zu erwerben, oder würdest Du lieber daheim bleiben? Was man im Hause hat, isst man auch schnell. Das sage ich hier bei jedem Kauf von Süß- und Backwaren … Auf, dass es dir bald besser geht.

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  6. Wieso Obst und Gemüse? Hau rein. Gummibärchen helfen auch… – Nee, im Ernst: klingt alles sehr gut. Ist ja nicht so, dass man eine Erkenntnis hat und dann jubelnd und wie neu geboren durch die Welt rennt. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie es für mich war, die Idee, ich sei wertlos, über Bord geworfen zu haben. Danach ist man ja nicht einfach wertvoll. Sondern ziemlich ratlos. Am Ende sind eben alle wertvoll und das ist auch nicht einfach, weil die eigenen Werte erst mal gefunden und gemocht und auch gezeigt werden wollen. Oder so: Auch wenn ich wertvoll bin, kann ich scheitern oder etwas falsch machen. Auch wenn ich wertvoll bin, ist das Leben noch kein Zuckerschlecken. Was soll ich sagen? Ich drücke Dir fest die Daumen.

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