Sehnsucht und Erinnerung

Sehnsucht nach dem Meeresrauschen. Der tiefe Blick in die offene Weite des Meeres. Die Stille innerhalb der fortlaufenden Hintergrundmusik der Wellen. Gleichzeitig in sich gekehrt und völlig geöffnet, dem Erleben, den Sinnen und den Gedanken. Und sie wieder fallen lassen für die Leere. Sich reinigen. Es geht nicht um Schönheit oder gewaltige Augenöffner. Es geht um das was fehlt und was doch immer da ist. Ruhe und Einklang. Den Fernblick, das große Ganze. Fallenlassen und zurücklassen. Gelassenheit in der Überwältigung. Abstreifen. Tanzen im unendlichen, die Wellen führen. Und dabei spüren, spüren, spüren. Frieren und sich dafür erwärmen. Erhitzen und sich runterkühlen. Versacken, versanden, wegspülen und sich wiederfinden. Spuren hinterlassen und zusehen, wie sie verblassen und schwinden. Ziellos treiben. Energie fühlen und auftanken. Fliegen ohne Flügel und sanft landen. Früher oder später. Denn etwas nehme ich immer mit… bewahre es mir nicht für später auf, sondern trage im Innern bei mir, auf Jahre hinaus. Bis auch die Erinnerung verblasst. Jetzt erinnere ich mich und weiß wieder was fehlt. Was immer fehlte und auch das, was verloren ging. Vergieße Wellen von Salzwassertropfen über mein Gesicht dass es mich schüttelt und ziehe doch Kraft daraus. Ich habe sie gespeichert. Die Kraft und die Erinnerung. Es wird Zeit sie zu erneuern. Den Blick nach vorne gerichtet, wo neue Erinnerungen warten, aus der Unendlichkeit geboren zu werden.

 

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12 Kommentare zu „Sehnsucht und Erinnerung

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  1. Deine Gedanken scheinen mir enorm kreativ zu sein. Wie kommst du bloss auf all diese Ideen! Hoffentlich findest du das, was du suchst und nimmt das öffentlich Schreiben den Platz ein, der ihm gebührt. Das mache ich anders und ähnlich auch so. Die Lyrik allerdings darfst du behalten, die überlasse ich dir freiwillig. 🙂

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    1. Vielen Dank Dir! 🙂 Die Ideen kommen eher über mich, als ich auf sie. Der gebührende Platz… ich weiß nicht, wo der sich befindet. … „Das mache ich anders und ähnlich auch so.“: Wie meinst Du das?
      Na gut, die Lyrik behalte ich gerne, obwohl ich da selber auch nur durch Zufall drüber gestolpert bin. Hab sie zuvor so schäbig behandelt wie die böse Stiefmutter das verhasste Stiefkind xD

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  2. Alles Gute für den Blick nach vorne. Hoffentlich werden aus den Wellen aus dem Gesicht häufiger Regenfälle der Geborgenheit. (Von einem Fremden gewünscht, von einem Menschen aufrichtig gemeint.)

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