Tiefgang

Bin bloß ein Wicht, ein armseeliger Tor; lache mir selbst und der Welt nur was vor. Seh in den Spiegel und senke die Lider; mit ihnen geht auch mein Selbstbild nieder. Und tut sich im Dunkel sogleich wieder auf; nimmt in Düsternis seinen ewigen Lauf. Wie lange kann man sich dergestalt vorantreiben? Wann darf ich... Weiterlesen →

Klapperhornverse

Es trob ein Jowolf ganz unwesentlich, wörtlichen Schabernack auf Papier. Kratzte tropftinterig Strich an Strich, schon bald ergab es der Zeilen vier. Die Wortfarben klangen arg klapperhornlich, trotzdem taugte das Schreibwerk nicht als Zier. Mit handgestützter Stirn dachte der Jowolf still, ach, klappergehörnte Verse haben ihren Achill.   © Jo Wolf

Hetze

den blick scheu verklappt sieh nicht nach rechts sieh nicht nach links nur weiter weiter immer weiter auf dem pfad der dir gegeben schneller schneller immer schneller im zeittunnel gefangen geht es nur voran gestresst und gehetzt kommst du nirgendwo an den blick scheu verklappt sieh nicht nach rechts sieh nicht nach links nur weiter... Weiterlesen →

Seelenbalsam

Glimmende Stimmung lässt mich in die Ferne schweifen und führt mich sanft auf den Weg in die friedvolle Ausgeglichenheit meines Inneren. Ich ruhe in mir selbst und bin eins mit der Welt.   © Jo Wolf

Die Ruine

Stolz einstmals ragend empor in die Nacht, hielt felsentragend Burg Schattenkron Wacht.   Lindernde Schatten, die boten hier Schutz. Jetzt nagen Ratten, in Dunkel und Schmutz.   Schattenzerfressen, die Felsen zermürbt, kaum zu erfassen welch Geist hier noch stirbt.   Hallt in den Tälern, getragen vom Wind, gleich den Erzählern vom weinenden Kind.   Es... Weiterlesen →

Schönheit

Erhebend war der Schönheitsruf, doch nur für jenen, den er truf. Erniedrigt und mit Trauerblick, blieb die Hyäne still zurück.   (c) Jo Koyote    

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