Die Ruine

Stolz einstmals ragend

empor in die Nacht,

hielt felsentragend

Burg Schattenkron Wacht.

 

Lindernde Schatten,

die boten hier Schutz.

Jetzt nagen Ratten,

in Dunkel und Schmutz.

 

Schattenzerfressen,

die Felsen zermürbt,

kaum zu erfassen

welch Geist hier noch stirbt.

 

Hallt in den Tälern,

getragen vom Wind,

gleich den Erzählern

vom weinenden Kind.

 

Es liegt hier begraben,

in all dem Zerfall.

Hörst Du es klagen,

mit zitterndem Schall?

 

Nichts ist geblieben

von freudvollem Spiel.

Längst ausgetrieben,

es lachte zu viel.

 

Mit ihm ging unter,

als Strafe und Hohn,

traurig und finster

– Burg Schattenkron.

 

© Jo Wolf

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5 Kommentare zu „Die Ruine

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